Das erste Mal – im Gravelrennen

Arne gehört zu denjenigen, die in der Pandemiezeit zum Radsport gekommen sind. Eineinhalb Jahre, in denen er trainiert hat, oft bei den R2C2-meetups auf Zwift dabei war – um im Juni 2022 sein erstes Gravelrennen zu absolvieren. Sein Bericht auf radclub.de.

Als Kind und Jugendlicher bin ich meistens Rad zum Zwecke des Vorankommens gefahren, außer BMX – das war fun more or less auf der Stelle, auf dem Beton des Einkaufszentrums. Rennrad hat mich wegen Straße und Autos nie so gereizt im Rheinland. Aber Graveln – zack, abbiegen durch die Hecke und über Stock und Stein…

Arne mit seinem im Corona-Jahr 2021 gekauften BMC-Gravelbike

Mein Schwager hat mich im ersten Pandemiewinter 2020/2021 aufs Graveln aufmerksam gemacht, schickte Fotos, Film und Podcast-Links. Zitat: „Ich will nicht angeben, sondern Dich nur anfixen…“. Nachdem ich im März ein fünftägiges Kunden-Digitalevent in drei Zeitzonen organisiert hatte und endlich mal wieder ausgeschlafen war, bin ich den Radsportladen meines Vertrauens (Tipp von Daniel vom radclub.de) gegangen und hab mit einem Gravelbike von BMC geliebäugelt. Ich hatte noch vier andere Rahmen und Räder ausprobiert, aber der URS-2021-BMC-Hobel ist‘s geworden. Hab‘s bis heute nicht bereut… Normalerweise findet man mich südwestlich von Köln in der Ville/ Kottenforst oder rund um Köln. Aber letztes Wochenende dann das erste Mal im Ausland gegravelt.

Die Vorbereitungen

Samstag morgens mit dem Camper von Hürth/Köln ins belgische Hageland. Ein mir bislang unbekanntes Gebiet zwischen Brüssel und Lüttich. Mittags Pasta al Gravel auf dem beschaulichen Campingplatz und dank Komoot gleich eine Gravelrunde südlich Richtung Namur und zurück gedreht – während die Profis gerade ihren Wettbewerb austrugen (am Ende siegte der Niederländer Oscar Riesebeek). Die ersten 50 km sozusagen zum aufwärmen. In der sehr abwechslungsreichen Landschaft mit Sommerbierfestival und standesgemäßem belgischen Pommes rundeten wir die Trainingsvorbereitungen nachhaltig ab.

Das Trio am Start

Am nächsten Morgen nach Porridge und Obstfrühstück ging’s zur Citadelle nach Diest. Dort war Start und Ziel des Dwars door het Hageland Gravel Races (Teil der Yuzzu-Gravelserie). Geparkt, ausgepackt, clicks an, eingescannt durch die Reception: Die Spannung stieg und gegen halb zehn starteten wir gepowert durch die wummernden Bässe des Rennleiter und DJs. Mein Herz schlug höher, die Wattzahlen stiegen.

Das Rennen

Wir hatten uns für die 90km entschieden und gravelten über Feldwege aus der Stadt heraus. Beginn und Teile der Strecke waren am Vortag vom Profirennen übernommen worden. Die nächsten Stunden vergingen wie im Flug, denn Landschaften und Untergründe wechselten sich ständig ab: Heide, Kies, Teer, Wald, Börde, Sand, Schlamm, Gras und Weide sowie auch immer wieder kurze Asphaltabschnitte. Und das entlang Autobahn (not my favorite), Dörfer, Felder, Auen, Wälder, einer Baustelle parallel zur belgischen Staatsbahn (in Deutschland undenkbar) sowie durch einige der hübschesten Blumengärten und vorbei an den teuersten Villen Mitteleuropas.

Zwei Verpflegungsstationen und einige KOM-Hügel-Herausforderungen später fuhr ich als Letzter unseres kleinen Dreier-Pelotons – fertig, aber glücklich – ins Finish der Citadel von Diest ein, um schließlich mit erneutem belgischem Bier den isotonischen Haushalt geschmacklich wieder auszugleichen. Ach ja: Diest ist eine Reise wert. Typisches Kopfsteinpflaster (der letzte Anstieg zum Ziel hatte was von der Mauer von Huy) mit pittoreskem Marktplatz, Kirche und beschaulicher Architektur.

Es war wirklich ein abwechslungsreicher Kurs mit einigen nicht zu schweren, aber technischen Herausforderungen und tollen Aus- und Einblicken ins ländliche Belgien. Verpflegung war so ok, immerhin Wasser und Obst sowie Kuchen war am Start und mit 25 Euro Startgebühr auch finanziell ok. Definitiv für MTBler, Rennrad- und Gravelrider eine starke Empfehlung!

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