Etappe mit teuflischem Finale

Ein Jahr, bevor die Weltelite das Etappenrennen der Deutschland Tour in Angriff nimmt, haben Hobbysportler den Kurs erlebt. Für den R2C2 war Nils Kutter mit dabei. Sein Erfahrungsbericht zur Etappe von Erlangen nach Nürnberg.

Die Deutschland Tour ist dieses Jahr leider ausgefallen und auf nächstes Jahr verschoben worden. Durch den R2C2 hatte ich jedoch das Glück, eine der Etappen des nächsten Jahres bereits dieses Jahr im Rahmen des Jedermann-Events „Dein Ride“ abfahren zu können.

Foto: Nils Kutter

Ich entschied mich für die letzte und entscheidende Etappe von Erlangen nach Nürnberg. Für den Normalbürger liegen diese beiden Städte 20 km voneinander entfernt. Für alle Radsportverrückten hieß das aber an diesem Tag, 154 km mit 2000 Höhenmetern durch die Fränkische Schweiz zu fahren.

Aus Karlsruhe kommend, reiste ich einen Tag früher an und hatte so noch Zeit für etwas Sightseeing in Erlangen. Am nächsten Tag ging es um acht Uhr mit der Anmeldung los. Die Gruppen wurden von offiziellen Guides wie Jens Voigt oder, in meinem Fall, Fabian Wegmann angeführt. Zusätzlich standen noch einige KT-Fahrer von Lotto-Kernhaus, Maloja Pushbikers oder Team Schamel am Start. Wir Hobbyfahrer befanden uns also in einem gut besetzten Fahrerfeld.

Foto: GFR, Henning Angerer

Als wir um neun Uhr losrollten, war es vor allem eins: kalt. In Anbetracht der vorangegangenen heißen Sommertage war ich schlecht vorbereitet und hatte nichts zum Drüberziehen dabei. Nach einiger Zeit klarte der Himmel allerdings etwas auf und die Sonne kam durch. Viel wichtiger aber war, dass wir uns nach kurzer Einrollphase dem bergigen Terrain näherten. Die erste Steigung hatte es mit 15% Durchschnittssteigung und phasenweise 25% gleich mal in sich. Als wäre das nicht genug, wurde diese als offizielle Strava-Challenge angekündigt. Einen halben Kilometer später war mein Puls nahe dem Maximalwert. Kalt war mir jetzt nicht mehr.

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Abgesehen von dieser Erfahrung war das Tempo in der Gruppe aber sehr human. Es wurde auf alle geachtet, und es war einfach eine entspannte Runde, bei der man sich super mit seinen Mitfahrern unterhalten konnte. Nach 65 km war ein Pausenstopp angesagt, bei der auch die anderen Gruppen wieder dabei waren. Die Sonne hat sich jetzt vollkommen durchgekämpft, und so konnten wir bei schönstem Wetter eine Brezel oder ein Teilchen essen und uns die Trinkflaschen auffüllen.

Die zweite Hälfte ging weiter, wie die erste endete. Immer wieder wechselten sich kleine Anstiege mit Zwischenpassagen zum Verschnaufen ab. Landschaftlich sehr schön mit wenig Autoverkehr rollten wir so nach Nürnberg. Im Zieleinlauf angekommen, wurden wir lautstark von Didi Senft begrüßt. Zum Schluss waren dann doch alle etwas geschafft, aber der Verpflegungswagen stand schon bereit. So haben wir noch mit einem Bier auf die Strapazen angestoßen und den Tag ausklingen lassen.
Die Tour war also ein voller Erfolg. Ich bin in einer mir bislang unbekannten Gegend gefahren, habe viele nette Gespräche geführt und freue mich schon, nächstes Jahr die Profis die steilen Anstiege hochfahren zu sehen.

R2C2-Mitglied Nils mit „El Diablo“ Didi Senft im Ziel.  Foto: Nils Kutter
Foto: GFR, Henning Angerer

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